Zehn Dinge, die ich im Gymnasium schon gerne gewusst hätte.

Endlich, die grosse Freiheit. Die grösste Hürde ins Erwachsenenleben ist mit dem Abitur oder der Matura genommen. Danach: Grenzenlos, die Freiheit. Man kann alles machen, Tür und Tor stehen weit offen. Nach Australien aus Wandern? Der grossen Liebe nach Peru folgen? An der Harvard Universität studieren? Armen Kindern in Nigeria helfen? Alles geht.

Was macht man aber mit so viel Freiheit? Und weiss man denn auch wie man mit der Freiheit umgehen soll, wenn man gerade erst das Gymnasium verlassen hat?

Im Prinzip bewegen einen Menschen zwei Dinge: Beruflichen Werdegang und die Beziehungsfindung. Beides wird mit dem Erwachsenwerden akuter. Für viele ist das Ende der gymnasialen Zeit auch der Anfang der ersten grossen Liebe. Doch dann den Anspruch zu haben, bereits den Partner fürs Leben gefunden zu haben, führt nur zu Kummer und Sorgen.

  1. Die Gelassenheit zu verstehen, dass Liebe kommt und geht.

Daneben steht eine Studiumswahl an, oder die Wahl des Ausbildungsplatzes. Auch dort hat man in der Regel den absoluten Anspruch: Man will DEN Job fürs Leben finden. Doch auch das ist heute nicht mehr so und man sollte sich eher darauf fokussieren, etwas zu finden, das momentan grossen Spass macht und worin man viel Zeit investieren will.

  1. Den Traumjob gibt es nicht.

Viele Freundschaften möchte man von den Kindheitstagen in die Erwachsenenzeit retten. Man ist zusammen aufgewachsen, hat die erste Liebe besprochen, den ersten Rausch gehabt und vielleicht den ersten Kater. Doch dann kommt der Studienbeginn, man zieht in verschiedene Städte, man lernt neue Leute kennen und mit der fachlichen Veränderung beginnt auch eine persönliche Veränderung.

  1. Freundschaften halten nicht ewig und das ist auch gut so.

Die Angst, etwas zu verpassen. Niemals war sie grösser als in den Teenie-Jahren. «Ben feiert Geburtstag, Ralf hat mich eingeladen und Sophie will in den Club» und natürlich alles an einem Abend. Möglichkeiten gibt es tausende, man möchte, wie das Sprichwort sagt, auf jeder Hochzeit tanzen. Mit den Jahren merkt man aber, dass es so viele Möglichkeiten gibt, so viele Feiern, Kinos, Konzerte, Clubs und man hat nur einen gewissen Zeitbetrag auf seinem Konto.

  1. Es ist kein Problem, nicht überall dabei zu sein.

Die ganze Freizeit damit verbracht, Schlachten auswendig zu lernen? In der Pubertät vor allem Beethovens Pianosonaten angehört? Glückauf! Die Zeiten an der Uni werden aufzeigen, dass man nicht der Aussenseiter ist, für den man im Gymnasium gehalten wurde.

  1. Im Erwachsenenalter findet man Gleichgesinnte. Fast ganz von allein.

Viele sind bestrebt, beste Noten zu erzielen, es wird gepaukt, was das Zeug hält. Hat man einmal eine schlechte oder gar ungenügende Note, wird man von der Existenzangst heimgesucht.

  1. Es ist in Ordnung, nicht der Beste zu sein.

Irgendwann denkt jeder darüber nach, was er am Besten kann, was er am liebsten macht. Diesem Traum soll man folgen, egal, ob man mit dieser Fähigkeit viel oder wenig Geld verdienen kann, ob die Chancen auf einen Arbeitsplatz gerade gut aussehen, oder nicht.

  1. Ein Studienfach muss nicht reich machen.

Wenn man jung ist, denkt man, man sei unsterblich. Die Eltern haben vermutlich viel Geld und Zeit darin investiert, ihre Kinder gesund zu ernähren, sie mit genügend Sport fit zu halten und aufs Leben vorzubereiten. Doch dann kommt die Pubertät und das Studentenleben und man lässt sich gehen. Man trinkt zu viel, man isst Tütensuppen und Essen vom Asiaten um die Ecke.

  1. Man ist nicht unsterblich, man muss zum Körper Sorge tragen.

Viele von uns sind in behüteten Familien gross geworden. Werte wurden uns auf den Weg gegeben, ein soziales Netz wird gespannt. Oftmals lösen und distanzieren wir uns von der Familie aber während des Erwachsenwerdens.

  1. Familie ist die Basis der Persönlichkeit.

Das Wichtigste im Leben ist, sich selber zu sein. Man sollte früh zu seiner Eigenständigkeit stehen, denn man muss sich vor niemandem rechtfertigen.

10. Sei du selbst, denn nur du musst mit dir glücklich sein.